Der Neandertaler und der Klimawandel

Aktualisiert: Apr 6

Warum Nachhaltigkeit so wichtig ist...

Ja, es ist wahr: Schon für unsere urzeitlichen Vorfahren waren Klimawandel und Nachhaltigkeit wichtige Themen, die in ihrem Leben eine nicht zu unterschätzende Rolle spielten. Verfolgt man die zahlreichen Aufzeichnungen zur Klimageschichte Mitteleuropas, so wird klar, dass auch dem Neandertaler schon Trockenheit, Dürre und sich verändernde Klimaverhältnisse zu schaffen machten.

Also genau die Dinge, die uns heute auch beschäftigen bzw. mit denen wir uns befassen müssen, wenn wir eine einigermaßen l(i)ebenswerte Welt erhalten und nicht irgendwann im Zuge einer globalen Klimakatastrophe für unser eigenes Aussterben sorgen wollen.

Drastische Worte, aber wahr – auch unser urzeitlicher Vorfahre kämpfte mit Klimakatastrophen.


Im Falle des Neandertalers waren es u. a. die Eiszeiten, die bis zu 1000 Jahre andauerten. Durch die drastischen Temperaturveränderungen um gut 10° Celsius wurde das Land, auf dem die Neandertaler lebten und jagten, immer trockener und es entstanden weitläufige Steppenlandschaften.

Diese Entwicklung verursachte einen „ökologischen Stress“, also ein ökologisches Ungleichgewicht in der bis dato heilen Welt des Neandertalers.

Die Neandertaler und die ihm nachfolgenden Generationen des „modernen“ Ur-Menschen Homo sapiens haben schon damals aktiv in das urzeitliche Ökosystem eingegriffen, indem sie über das Land zogen, und ihre Spuren in Form von z. B. Brandrodung zur Schaffung neuer „Siedlungen“ hinterließen.

Erste Spuren dafür, dass das Ökosystem bereits damals durch Menschenhand verändert wurde…

Mit diesem „ökologischen Stress“ haben wir in unserer heutigen Zeit auch allerhand zu tun. Auch wir greifen beinahe täglich in unser Ökosystem ein, ohne uns darüber irgendwelche Gedanken zu machen.

Bei uns sind es zwar keine Futtertiere, die aussterben oder Früchte tragende Bäume und Sträucher – aber auch bei uns gibt es Tierarten, die für das ökologische Gleichgewicht notwendig sind und die wir innerhalb unseres ökologischen Systems immer weiter zurückdrängen.

Denken Sie nur an das Bienensterben, welches unsere Ökosysteme in den letzten Jahren sehr stark beeinträchtigt hat. Verschwindet die Biene aus unserem Ökosystem, so werden ihr bald viele Pflanzen folgen, die sich ausschließlich durch die Bestäubung durch Bienen vermehren. Kaum einem ist bewusst, welche Konsequenzen das nach sich zieht.

Wie ist es da mit Ihnen? Wie denken Sie darüber? Fühlen Sie sich vom Bienensterben nicht betroffen? Möchten Sie wirklich in Zukunft auf den Löffel Honig im Tee, auf Honigbonbons, den Honig als Medizin oder den Honig auf Ihrem Frühstückstoast verzichten? Wenn es so weitergeht, werden Sie es müssen…

Diese Gedankenkette kann man beliebig und mit einer unendlichen Themenvielfalt fortsetzen.

Hier nur einige Denkanstöße:

Wir bauen Firmenkomplexe „auf der grünen Wiese“ und vernichten dadurch wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Wir bauen neue Straßen und Autobahnen, um unsere Städte vom Durchgangsverkehr zu entlasten und denken nicht daran, wie viel Natur dafür zerstört werden muss. Wir fliegen rund um die Welt, weil es chic ist, ferne Länder im Urlaub zu besuchen…-…dann hat man doch was zum Angeben. Aber wie viel CO2 dafür produziert wird, darüber machen wir uns kaum Gedanken.

Und gerade dafür sind unsere Grünflächen und Wälder dringend erforderlich, denn Sie filtern das CO2 ja bekannterweise aus der Luft heraus und wandeln es wieder in Sauerstoff um. Werden diese Grünflächen und andere Pflanzen aber nicht durch die Bienen intakt gehalten, dann kann auch das CO2 nicht umgewandelt werden. Das hat auf Dauer schwerwiegende Konsequenzen für uns alle.

Und was denken wir darüber?

Sollen doch die anderen erstmal was tun. Und wenn ich sehe, dass das funktioniert, dann kann ich mir ja mal überlegen, ob ich zukünftig irgendwann vielleicht auch mal versuchen will, nachhaltiger zu denken und zu handeln.

Tja, liebe(r) Nachhaltigkeitsfreund(in)…das hat sich unser Vorfahre aus dem Neandertal auch so gedacht. Und Sie sehen ja, was daraus geworden ist. Der Neandertaler ist ausgestorben – der Homo sapiens hat überlebt. Aber anscheinend haben wir bei den entscheidenden Punkten nichts dazu gelernt…

Wenn wir vermeiden wollen, eines (hoffentlich noch ) fernen Tages ein ähnliches Schicksal zu erleiden, dann müssen wir jetzt aktiv werden – und nachhaltig denken, handeln und wirtschaften.

Dafür hat jeder von uns genug Möglichkeiten – wir müssen Sie nur sehen und nutzen.

Welche das sein können, erfahren Sie in meinem nächsten Blog-Artikel.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine nachhaltig(e) gedankenreiche Zeit und persönliches Wohlergehen.

Foto von: Hallu

Link: https://piqs.de/fotos/186251.html

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